neue Google Bildersuche zur Bilderklau-Recherche

Ich nutze die Google Bildersuche schon immer, um nach widerrechtlich genutzem Bildmaterial zu suchen, das für die Shops, die ich betreue, meist professionell gefertigt wurden. Bislang war das recht mühselig – es blieb lediglich die Möglichkeit nach dem Dateinamen zu recherchieren oder mit offenen Augen Mitbewerber-Webseiten zu durchforsten. 2009 kam mit tineye.com die relativ komfortable Möglichkeit dazu, nach Bildinhalten zu suchen, einfach per Upload eines Referenzbilds. Die Suchergebnisse waren allerdings bestenfalls als Anhaltspunkt zu sehen, es wurden längst nicht alle gleichen Bilder entdeckt.

Vor kurzem hat Google neben vielen anderen Services auch die Bildersuche überarbeitet. Jetzt ist es möglich ein Bild als “Suchbegriff” einfach per Drag-and-Drop aus dem lokalen Dateiexplorer ins Suchfeld zu ziehen und Google spuckt als Ergebnis alle indizierten Bilder aus, die genauso oder so ähnlich aussehen. Und das mit außerordentlich hoher Qualität, zumindestsolange die gestohlenen Bilder nicht massiv nachbearbeitet wurden.

Bei alltageinesfotoproduzenten.de gibt’s einen ausführlichen Vergleich zwischen tineye und Google.

Wenn Sie ein widerrechtlich verwendetes Bild entdecken, sollten Sie einen Screenshot als Beweis anfertigen und ausdrucken, URL und Datum auf dem Screenshot vermerken und Kollegen bitten, sich ebenfalls von der widerrechtlichen Nutzung zu überzeugen und dies mit ihrer Unterschrift auf der Rückseite des Ausdrucks zu bestätigen.
Damit können Sie sich an den Webseitenbetreiber wenden und ihre Ansprüche geltend machen.

Google sei Dank werden’s Bilderdiebe zukünftig schwer haben:-)

Kundensupport: Phrase-Express als Effizienz-Booster (Tutorial)

Phrase Express ist eins der wichtigsten Tools für mich – sowohl im privaten, als auch im geschäftlichen Bereich. Wer das Programm kennt und einsetzt, wird mir sicher beipflichten.

Heute möchte ich über den grundlegenden Vorteil beim professionellen Einsatz von Phrase Express bei der Bearbeitung von Kundenanfragen per eMail erzählen, denn genau dafür setzen wir das Tool seit inzwischen gut zwei Jahren ein.

In der Zeit vor Phrase Express haben wir auch schon mit Textbausteinen gearbeitet, allerdings hatten wir diese in einer Excel-Tabelle gespeichert, haben mit “Strg+F” gesucht und anschließend mit “Copy+Paste” kopiert. Das war schon eine Mordssteigerung zu der Zeit davor (frühes Mittelalter ungefähr:-)), als jedes Ticket komplett noch per Hand beantwortet wurde.

Mit dem Einsatz von Phrase Express haben wir es geschafft, die Geschwindigkeit der Ticketbearbeitung zu verfünffachen, ohne dass die Qualität leidet. Antwort-eMails müssen nun mal individuell sein, müssen die Fragen des Kunden beantworten und sollen so schnell beantwortet sein, wie nur irgendwie möglich.

Zum Programm

Wer das Programm professionell einsetzt, sollte auf jeden Fall die Netzwerkversion wählen, weil hier alle Änderungen synchron gehalten werden und neue Texte, z.B. aufgrund aktueller Aktionen schnell jedem Support-Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Es existiert nur eine “Phrases”-Datei, die auf dem Server liegt und die wohlbehütet und in jedem Fall Bestandteil der täglichen Datensicherung sein will! Spätestens, wenn Sie Ihre Datei mit den Textbausteinen verlieren und auf diesem Wege die Bearbeitung der Kundenanfragen um längere Zeit verzögern, werden Sie auch diese Datei regelmäßig backuppen – ich weiß wovon ich rede…

Wenn das Programm gestartet ist, läuft es zunächst unsichtbar im Hintergrund. Immer dann, wenn Sie eine festgelegte Tastenkombination drücken, öffnet sich ein kleines Fenster und Sie können den gewünschten Textbaustein einfügen. Dass das Programm läuft, erkennen Sie an der kleinen Sprechblase in der Taskleiste. Ist das Ausrufezeichen in der Blase rot, ist Phrase Express aktiv. Ist das Ausrufezeichen grau, ist Phrase Express inaktiv. Über das Drücken der “Strg”-Taste und Linksklick auf das Symbol wechselt der Zustand. Mit Rechtsklick öffnet sich das übliche Kontextmenü mit allen Textbausteinen, bzw. Ordnern und weiter unter dem Punkt “Einstellungen”.

Einstellungen

Das “eigentliche” Programm ist jetzt geöffnet, auf der linken Seite finden Sie alle Textbausteine und Ordner, auf der rechten die Inhalte und Eigenschaften der Textbausteine.

Wenn Sie noch keinen Textbaustein angelegt haben, dann machen Sie das jetzt. Geben Sie unter “Beschreibung” eine aussagekräftige, kurze Beschreibung an und unter “Textbausteininhalt” den Text, der eingefügt werden soll, wenn die unter “Tastenkombination” festgelegten Tasten gedrückt oder der unter “Autotext” eingegebe Textstring getippt wurde.

Beispiel

Für unser Beispiel legen wir zunächst zwei Textbausteine an:

1.

Beschreibung: Header Herr

Textbausteininhalt:

{#input -head Anrede -def Sehr geehrter Herr  -single},

vielen Dank für Ihre eMail.

{#insert #h2}

Autotext: ## (zwei Rauten)

2.

Beschreibung: Header Frau

Textbausteininhalt:

{#input -head Anrede -def Sehr geehrte Frau  -single},

vielen Dank für Ihre eMail.

{#insert #h2}

Autotext: ## (zwei Rauten)

Dadurch, dass wir zweimal den gleichen Autotext vergeben haben, erhalten wir eine Auswahl zwischen beiden Texten, wenn wir “##” und “Return” am Beginn einer Kundenantwort getippt haben.

Die erste Zeile öffnet ein Eingabefeld, wo wir den Namen unseres Kunden eintragen müssen, die dritte Zeile öffnet eine weitere Auswahl mit allen Textbausteinen mit dem Autotext “#h2″. Wenn die vorhandenen Textbausteine in Ordnern gruppiert sind, kann so leicht eine Vorauswahl getroffen werden, z.B. Ordner “Aktionen”, “Rabattanfragen”, “Verzögerung”, “Zahlung”, usw. In den Ordnern befinden sich die passenden Textbausteine und werden sichtbar, nachdem der passende Ordner angeklickt wurde.

Auf diese Art und Weise kann Phrase Express eine komplette eMail füllen, von der Anrede bis zum Impressum. Durch komplexe Verschachtelungen können alle Kundenanfragen, die bereits als Antwort vorliegen, in einer sinnvollen Reihenfolge zusammengebaut werden. Natürlich muss jede eMail vor dem Versand gecheckt werden, ob der Lesefluss gewährleistet ist, Anpassungen im Text  nötig sind und ob tatsächlich alle Fragen beantwortet wurden.

In einem späteren Blogpost werde ich mal die nützlichsten Makros beschreiben.

Google adwords Retargeting über “Zielgruppen” (Tutorial)

Schon seit Anfang 2010 bietet Google adwords eine Retargeting-Möglichkeit. Trotzdem kennt kaum ein eCommerce- oder Marketing-Fachmann, mit dem ich mich bislang über das Thema unterhalten habe, diese Funktion. Sehr schade wie ich finde, denn in unsere Kassen hat das Google-Retargeting schon ordentlichen Umsatz gespült.

Leider haben neue Features bei Google adwords die schlechte Angewohnheit, sich nicht gerade offensichtlich auf dem Bildschirm zu präsentieren und leider haben die Google-Anwender (mich eingeschlossen) die Angewohnheit Meldungen über neue Funktionen ungelesen wegzuklicken.

Ziel des Features ist die Einblendung von Anzeigen, abhängig von vorher besuchten Seiten. Z.B. besuchen Sie auf der Webseite eines Online-Shops die Seite eines konkreten Produkts. Wenn der Online-Händler Google adwords mit der “Zielgruppen”-Funktion verwendet, erhalten Sie ein Cookie, aufgrund dessen Ihnen bis zum Ablauf der Cookie-Gültigkeit eine / mehrere Anzeigen eingeblendet werden, die Sie zum Kauf dieses konkreten Produkts bewegen sollen.
Die Detailtiefe, auf der das adwords Retargeting eingesetzt wird, ist beliebig. So könnten Sie allen Shopbesucher für einen bestimmten Zeitraum einen Gutscheincode per adwords-Anzeige anbieten.

Aktivierung

Das adwords Retargeting ist über den Reiter “Zielgruppen” erreichbar, sobald eine Kampagne ausgewählt wurde. Gegebenenfalls muss der Reiter über einen Klick auf den “Erweitern”-Pfeil ganz rechts zunächst aktiviert werden.

Bevor Zielgruppen einer Anzeigengruppe zugeordnet werden können, muss mindestens eine Zielgruppe über “Remarketing-Listen” erstellt werden.

Diese “Remarketing-Listen” erreicht man über einen Klick auf “Zielgruppen bearbeiten”. Verwirrenderweise lautet die Überschrift auf dieser Seite ebenfalls “Zielgruppen”…

Über “Neue Zielgruppe” –> “Remarketing-Liste” kann eine solche Liste definiert und angelegt werden. Der Remarketing-Listenname ist frei wählbar – ich wähle immer den Namen der Anzeigengruppe, der ich diese Zielgruppe zuweisen möchte.

Die Beschreibung ist optional, die Mitgliedsdauer entspricht dem Gültigkeitszeitraum des Cookies auf dem Client-Rechner.

Mit “Tags” legen Sie Suchbegriffe fest, nach deren Eingabe ins Suchfeld Ihre Anzeigen angezeigt werden.

Bei einem Tag handelt es sich um den HTML-Code, der auf den Seiten eingebaut werden muss, die für die Definition der Zielgruppe infrage kommen. Z.B. würden die Besucher der Kategorie “iPad, iPhone, iPod und Co.” der Zielgruppe “Technikaffine” zugewiesen werden und eine Anzeige über ein Gratis Adapterkabel beim Kauf eines Apple-Geräts zu sehen bekommen, während die Besucher der “Restposten”-Kategorie der Zielgruppe “Schnäppchenjäger” zugewiesen würden und eine Anzeige mit dem Angebot “3 Restposten zum Preis vom 2″ erhalten.

Sie können mehrere Tags einer “Remarketing-Liste” zuweisen, was es – zumindest theoretisch – ermöglicht, jeder Shop-Seite ein eigenes Tag zu erstellen (und gleichzeitig eine eigene Remarketing-Liste) um diese anschließend beliebig zu kombinieren, um Besucher der gleichen Seite mehreren Zielgruppen zuzuordnen (z.B. “männlich”, “Technikaffin”).

In der Spalte Nutzeranzahl wird die Zahl der aktuell gültigen Cookies angezeigt. Je nach dem wie stark Ihre Seite frequentiert ist steigt die Zahl entsprechend schnell an.

Nachdem Sie alle aktuell benötigten Remarketing-Listen angelegt haben, müssen Sie sich nochmal über die Kampagnenansicht zum Zielgruppenreiter durchklicken.

Nach Klick auf den Button “+ Zielgruppen hinzufügen” wird nun eine Anzeigengruppe ausgewählt und dieser anschließend eine oder mehrere Zielgruppen (= Remarketing-Listen) hinzugefügt.

Dann nur noch Speichern und Ihre Zielgruppe ist aktiv. Beobachten Sie von Zeit zu Zeit die Nutzeranzahl, sollte diese dauerhaft nichts anzeigen, liegt wahrscheinlich ein Fehler vor. Überprüfen Sie das Codesnippet, das Sie eingebaut haben im Quelltext.

Da die Anzeigengruppe zielgruppenabhängige Inhalte enthält, lässt sie sich einfach über Ihre Webanalyse-Software tracken.

Wichtig dabei ist: Behandelt Sie diese Anzeigen genau so wie allen anderen – übersteigen die Klickkosten den von Ihnen festgelegten Umsatzanteil, optimieren oder deaktiveren Sie sie!

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